zum 153,700 823 Mal meine Wurzeln gehen dich nicht an! and I’ll be angry if I want to

Edit (ich hab noch 1 paar Sachen addiert)

Und alles endete in eine Pseudo Rant:

Montag Morgen um 08:30 Berlin, Deutschland

Ärztin: Was für eine Nationalität? 
Ich: Ich bin Deutsch
Ä: Aber wo sind ihre Wurzeln? 
I: ist das wichtig? 
Ä: Sie sprechen ja mit Akzent! ..aber gutes Deutsch, manche können ja nicht, nicht mal nach 13 Jahren. 
I: Sprache hat nichts mit dies zu tun
Ä: Ich meine, ich kenne Sie nicht, brauche die Info für die Diagnose.
I: in Gedanken -> #fail

Noch mehr Gedanken bezüglich meinen Termin mit der Ärztin:

Es geht wieder mal um die gängige rassistische Annahme weiß = Deutsch daß es nicht möglich sei Deutsch zu sein solange man nicht weiß ist, weil deine „Vorfahren“ woanders kommen und auch, weil es nicht nötig ist zu fragen wo ich herkomme und eine Diagnose beim Arzt zu stellen, solange es sich nicht um Reisekrankheiten oder ähnliches handelt.

Es ist leider so, daß auch wenn ich Akzentfrei gesprochen hätte, werde ich trotzdem anders behandelt/gesehen da ich ja „anders“ aussehe und immer wieder erklären zu müssen wo ich herkomme, weil Leute neugierig sind, nach 13 Jahren macht mich müde.

Ich sollte langsam eine Ressourcen Liste auf meinen Blog erstellen für Sachen wie diese:

woher-kommen-sie-ein-beispiel-fur-den-alltaglichen-rassismus

und diese:

“one of the worst things about becoming educated on social issues is when people are like ‘you used to have a sense of humor’ no, i used to have internalized prejudices which i’ve worked really hard to overcome and i realize now that your jokes are shitty”

Früher hätte (und hat) es mich nicht geärgert, ich dachte: „Oh die wollen mich ja kennen lernen“ Aber wenn man sich mit social issues, Rassismus. Strukturen und weiteres beschäftig hat, merkt man was dahinter steckt, es ist als hätte ich in The Matrix gelebt. Nur weil ich es nicht merkte oder mir bewusst war, bedeutet es nicht das Rassismus nicht vorhanden war.

Muss ich beim Neurologe wirklich erklären woher meinen Akzent kommt? Was ist der Zweck? Was will die Ärztin mit der Info erreichen? außer eine Unterschied zwischen uns beide festzustellen…

Der wichtigste Effekt dieser „Frage“ ist aber, dass dem Gegenüber klargemacht wird – ob gewollt oder ungewollt, dass er nicht „hierher“, sondern „woanders“ hingehört. Damit wird definiert, wer sich in wessen „Territorium“ aufhält.

Mehr über meinen Land zu wissen? Sorry, ich bin nicht Wikipedia.

Erst danach kann sich der Fragensteller wieder „konzentrieren“. Er kann sein Gegenüber in die zugehörige „Box“ einsortieren und die von ihm bestimmte Konversation weiterführen – etwa über den letzten Urlaub und über die netten Menschen aus dem „dortigen Kulturkreis. Ständige Assoziationen mit Urlaubserlebnissen und andere (auch „positiven“) Vorurteilen führen zur verstärkten Ausgrenzung von „Menschen mit Migrationshintergrund“.

Man könnte  auch „positiver“ damit handeln:

Die Frage „Woher kommen Sie?“ ist nicht nur eine Frage, die den Teufelskreis vom Rassismus verstärkt. Sie bietet dem vermeintlichen Fremden auch eine Gelegenheit, den Teufelskreis vom Rassismus und Inferiorization zu brechen.

So! dies ist jetzt klar, klar was es bedeutet ständig gefragt zu werden aber jetzt kommen wir zum 2 Aspekt.

Ich höre immer wieder: Lass dich nicht ärgern und ehrlich gesagt wenn so was von Leute die ich gerne habe kommt, ich weiß die meinen es wirklich vom Herzen, weil die mich verstehen und mich aufmuntern wollen, ABER wenn Fulano, Sutano oder Mengano (Leute die mit mir nichts zu tun haben) es sagen, will ich nur schreien, weil es sich um reine Tone Policing handelt.

First off, the reason that people may respond in a “harsh” manner to oppression: Living in a world that reminds you daily of your lesser worth as a human being can make a person very tired and emotional. When someone says something oppressive — that can be a racist slur, an ableist stereotype, a misogynist dismissal, an invalidation of identity/experiences, being asked invasive and entitled questions, and so on – it feels like being slapped in the face, to the person on the receiving end. The automatic response is emotion and pain. It’s quite exhausting and difficult to restrain the resulting anger. And, frankly, it’s cruel and ridiculous to expect a person to be calm and polite in response to an act of oppression. Marginalized people often do not have the luxury of emotionally distancing themselves from discussions on their rights and experiences. 

Heutzutage bin ich der Meinung dass es ok ist sich zu ärgern und es zeigen insbesondere vor solche Leute, ich werde es denen nicht bequem machen

 But anger is valid. Anger is valid, anger is important, anger brings social change, anger makes people listen, anger is threatening, and anger is passion. Anger is NOT counterproductive; being “nice” is counterproductive. Nobody was ever given rights by politely asking for them. Politeness is nothing but a set of behavioral expectations that is enforced upon marginalized people.

und wenn die sich fragen warum? wieso? weshalb? oder das typische „ich meine es nicht so“ Internet ist da, sie können sich ja informieren.

So Leute: meine Wurzeln gehen euch nicht an!

Cheers,

La Femmeinista

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About femmeinista

FU Berlin student (Romance phil./ Pol. Sci.) Interested in social media, gender issues,make up, politics, photo & geeky stuff.Blogging under @femme_inista

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